28 Studien / 54 · Łódź
Radogoszcz: Gefangene in einem angezündeten Gebäude eingeschlossen
17.–18. Januar 1945 · Verbrennen bei lebendigem Leib und Morde bei „Befriedungsaktionen“
Die letzte Nacht des deutschen Gefängnisses in Radogoszcz war ein geplantes Massaker. Inhaftierte wurden in den Sälen ermordet, danach wurde das Gebäude mit lebenden Menschen darin angezündet. Versuche, durch Fenster oder das Dach zu entkommen, wurden beschossen. Das Museum am Tatort nennt etwa 1.500 Getötete und nur 30 Überlebende. [1] [2]
Redaktionelle Darstellung auf Grundlage der unten genannten Quellen. Quellenprüfung: 5. September 2026.
- Opfer und Bilanz
- Etwa 1.500 Gefangene nach dem Museum der Unabhängigkeitstraditionen; etwa 30 Überlebende.
- Täter
- Die deutsche Polizeigefängnisbesatzung unter Walter Pelzhausen, bei der Liquidierung unterstützt durch Polizei und Militär.
- Dokumentierte Methoden
- Anzünden des Gefängnisses mit Menschen darin · Beschuss Fliehender · Töten Verwundeter · vorherige Schläge und Aushungern der Gefangenen
Ein Ort der Haft
Das Erweiterte Polizeigefängnis befand sich in der ehemaligen Fabrik Samuel Abbés. Dort wurden Männer aus Łódź und dem Wartheland festgehalten. Das am Tatort arbeitende Museum stellt das Gefängnis als Teil der deutschen Repression gegen die Bewohner der Region dar. Seine Geschichte umfasst sowohl die tägliche Zermürbung der Inhaftierten als auch das Massaker, das den Betrieb der Einrichtung beendete. [1]
Die Nacht der Liquidierung
Jakub Parol beschreibt in seiner IPN-Studie die Abfolge. Zuerst wurden Kranke getötet, dann auf die übrigen Inhaftierten geschossen und Verwundete getötet. Bei Tagesanbruch wurde das Hauptgebäude angezündet. Ein Kordon um das Gefängnis verhinderte die Flucht; Menschen, die über Dach oder Fenster herauszukommen versuchten, wurden beschossen. Das Feuer sollte die noch Lebenden töten und Spuren der vorangegangenen Morde verwischen. [2]
Gewalt vor dem Massaker
Der Verbrennung des Gefängnisses ging ein System der Misshandlung voraus. Wärter schlugen Menschen, die zum Laufen über den Hof gezwungen wurden. Bei einer anderen Strafe weckten sie einen geschlagenen Gefangenen mit Wasser, damit er die ihm zugefügten Schläge nicht bewusstlos verlor. Parol nennt den Kommandanten Walter Pelzhausen als Verantwortlichen für die Liquidierung. Die Trennung alltäglicher Folter vom letzten Massaker macht die Kontinuität der Gewalt an diesem Ort sichtbar. [2]
Spuren der Opfer
Die digitale Museumsausstellung macht Unterlagen der Nachkriegsuntersuchung zugänglich, darunter Beschreibungen des Protokolls einer Untersuchung gesicherter Beweise vom 8. März 1946 und des Protokolls der Aussage Stanisław Jabłońskis vom 15. Februar 1946. Die Beschreibungen enthalten Signaturen und Aktenseiten. Sie ermöglichen weitere Prüfung, ersetzen aber nicht die Lektüre der Dokumente selbst. [3]
Grenzen der Feststellungen
Etwa 1.500 ist eine Museumsschätzung, kein genaues Ergebnis einer Identifizierung. Nicht alle starben im Feuer: Ein Teil wurde zuvor erschossen. Die Katalogbeschreibungen der Dokumente sind keine vollständige Analyse. [1] [2] [3]
Quellen und Anmerkungen
-
redakcja muzeum. Oddział Martyrologii Radogoszcz. Muzeum Tradycji Niepodległościowych w Łodzi.
Verwendung dieser Quelle: Data, około 1500 ofiar i 30 ocalałych.
-
Jakub Parol. Największa niemiecka zbrodnia na terenie Łodzi. Likwidacja więzienia na Radogoszczu 17/18 stycznia 1945 r. IPN — Przystanek Historia.
Verwendung dieser Quelle: Tortury, kolejność likwidacji, kordon i rola komendanta.
-
zespół wystawy. Sala 1 — akta śledztwa. Muzeum Tradycji Niepodległościowych w Łodzi.
Verwendung dieser Quelle: Istnienie i oznaczenia dokumentacji śledczej; odczytano opisy katalogowe.
Wie wir Quellen bewerten
Die Grundlage bilden vor allem polnische wissenschaftliche Publikationen, Ermittlungsergebnisse, Archive, Museen und dokumentierte Zeugenaussagen. Die Zuverlässigkeit beurteilen wir nach Herkunft des Dokuments, wissenschaftlicher Methode und Überprüfbarkeit der Feststellung. Aussagen von Tätern und Familienüberlieferungen über Täter verlangen einen besonders kritischen Abgleich mit anderem Material. Zwei Seiten derselben Institution können dieselbe Feststellung wiederholen; sie gelten nicht automatisch als unabhängige Bestätigung.
Vollständige Methodik