Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe
Oskar Schröder
Oskar Schröder war Chef des Sanitätswesens der Luftwaffe. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Deutsches Reich) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.
Gesicherte Befunde
- Oskar Schröder wurde am 6. Februar 1891 in Hannover geboren und starb am 26. Januar 1959 in München. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: Jewish Virtual Library, Übersicht der Urteile im Ärzteprozess)
- Seit Januar 1944 war er Chef des Sanitätswesens der Luftwaffe; das Tribunal stellte fest, dass er für Versuche ohne Einwilligung der Versuchspersonen verantwortlich war, sie unterstützte und billigend an ihnen teilnahm. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: Jewish Virtual Library, Übersicht der Urteile im Ärzteprozess)
- 1947 wurde er wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt; die Strafe wurde später auf 15 Jahre herabgesetzt. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: Jewish Virtual Library, Übersicht der Urteile im Ärzteprozess)
Stellung in der Verantwortungskette
Das Profil stützt Schröders Verantwortung auf die konkreten Feststellungen des Tribunals zu seiner Kommandofunktion sowie zu Fleckfieber-, Giftgas- und Meerwasserversuchen, nicht allein auf seine Stellung in der Hierarchie. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: Jewish Virtual Library, Übersicht der Urteile im Ärzteprozess)
Zentrale Ereignisse und Mechanismen
- Im Januar 1944 wurde er Chef des Sanitätswesens der Luftwaffe. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: Jewish Virtual Library, Übersicht der Urteile im Ärzteprozess)
- 1947 erhielt er eine lebenslange Haftstrafe; sie wurde später auf 15 Jahre herabgesetzt. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: Jewish Virtual Library, Übersicht der Urteile im Ärzteprozess)
Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.
Aufarbeitung nach 1945
Im Nürnberger Ärzteprozess wurde er 1947 wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt und erhielt lebenslange Haft. Die Strafe wurde später auf 15 Jahre herabgesetzt; am 1. April 1954 wurde er bedingt entlassen, mit einem einjährigen Verbot ärztlicher Tätigkeit und monatlicher Meldepflicht bei deutschen Behörden. Er starb 1959. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: Jewish Virtual Library, Übersicht der Urteile im Ärzteprozess; Quelle: Paul Weindling, Nazi Medicine and the Nuremberg Trials, Palgrave Macmillan 2004, S. 303; bedingte Entlassung am 1. April 1954 und ihre Auflagen)
Grenzen der Quellenlage
Das Tribunal beurteilte die einzelnen Versuchsprogramme getrennt und stellte nicht bei jedem Anklagepunkt eine strafrechtliche Verbindung Schröders fest; das Profil erweitert die Verantwortung nicht auf unbewiesene Vorwürfe. Weindling belegt das genaue Entlassungsdatum und die Auflagen. Ein Porträt mit eindeutig dokumentierten Veröffentlichungsrechten wurde nicht gefunden. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: Jewish Virtual Library, Übersicht der Urteile im Ärzteprozess)
Quellen
Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.