Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe

Martin Mutschmann

Am 30. Januar 1947 verurteilte ihn das Militärkollegium des Obersten Gerichts der UdSSR zum Tode; am 14. Februar 1947 wurde das Urteil in Moskau vollstreckt. 1879–1947

Martin Mutschmann war Gauleiter, Reichsstatthalter und Ministerpräsident von Sachsen. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Sachsen) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.

KonzentrationslagerDeportation von JudenZwangsarbeitJudenverfolgung

Gesicherte Befunde

Stellung in der Verantwortungskette

Das Profil beschreibt Mutschmanns dokumentierte regionale Führungsverantwortung und den Ausgang des sowjetischen Verfahrens, ohne ihm jede Handlung des unterstellten Apparats zuzuschreiben. (Quelle: angeführter Beleg; Quelle: angeführter Beleg; Quelle: angeführter Beleg)

Zentrale Ereignisse und Mechanismen

Keine Rangliste nach Opferzahlen

Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.

Aufarbeitung nach 1945

Am 17. Mai 1945 festgenommen und den sowjetischen Behörden übergeben, wurde er in Moskau inhaftiert. Nach einem nichtöffentlichen Prozess 1947 wurde das Todesurteil vollstreckt. (Quelle: angeführter Beleg; Quelle: angeführter Beleg; Quelle: angeführter Beleg)

Grenzen der Quellenlage

Der sowjetische Prozess war nichtöffentlich und kurz; das Profil berichtet sein Ergebnis, stellt es aber nicht als unabhängigen Maßstab für die gesamte historische Verantwortung dar. Der Umfang der Handlungen beruht auf institutioneller Forschung und nicht allein auf dem Urteilsspruch. Ein Porträt mit eindeutig offener Lizenz wurde nicht gefunden. (Quelle: angeführter Beleg; Quelle: angeführter Beleg; Quelle: angeführter Beleg)

Quellen

Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.