Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe

Irmgard Furchner

Am 20. Dezember 2022 wurde sie wegen Beihilfe zum Mord in 10.505 Fällen und zum versuchten Mord in 5 Fällen zu einer Jugendstrafe von 2 Jahren auf Bewährung verurteilt; am 20. August 2024 verwarf der Bundesgerichtshof ihre Revision. 1925–2025

Irmgard Furchner war Stenotypistin in der Lagerkommandantur. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Stutthof) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.

KonzentrationslagerVerbrechensbürokratieDeportationenTodesmärsche

Gesicherte Befunde

Stellung in der Verantwortungskette

Das Profil schreibt ihr ausschließlich die rechtskräftig festgestellte Beihilfe zu, nicht die persönliche Ausführung von Tötungen. (Quelle: angeführter Beleg; Quelle: angeführter Beleg)

Zentrale Ereignisse und Mechanismen

Keine Rangliste nach Opferzahlen

Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.

Aufarbeitung nach 1945

Sie wurde 2022 verurteilt; nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs von 2024 wurde das Urteil rechtskräftig. Wegen der Bewährung musste sie die Strafe nicht im Gefängnis verbüßen. (Quelle: angeführter Beleg; Quelle: angeführter Beleg)

Grenzen der Quellenlage

Das Profil beschränkt sich auf die gerichtlichen Feststellungen zu ihrer Arbeit in der Kommandantur. Es schreibt ihr keine unmittelbaren Tötungen oder im Urteil nicht festgestellten Handlungen zu. Ein Porträt mit eindeutig dokumentierten Nachnutzungsrechten wurde nicht gefunden. (Quelle: angeführter Beleg; Quelle: angeführter Beleg; Quelle: angeführter Beleg)

Quellen

Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.