Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe

Hans Aumeier

Im ersten Auschwitz-Prozess zum Tode verurteilt und am 24. Januar 1948 hingerichtet. 1906–1948

Hans Aumeier war Schutzhaftlagerführer in Auschwitz. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Auschwitz im besetzten Polen) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.

AuschwitzKonzentrationslagerLagerterrorSelektionen

Gesicherte Befunde

Stellung in der Verantwortungskette

Seine Verantwortung beruht sowohl auf seiner Leitungsfunktion als auch auf quellenmäßig belegtem unmittelbarem Handeln, nicht nur auf der Zugehörigkeit zur Lagerbesatzung. (Quelle: Institut für Nationales Gedenken, Studie zum ersten Auschwitz-Prozess, gedruckte S. 144–146; Quelle: Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, Online-Lektion, S. 3)

Zentrale Ereignisse und Mechanismen

Keine Rangliste nach Opferzahlen

Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.

Aufarbeitung nach 1945

Im ersten Auschwitz-Prozess sprach ihn das Oberste Nationale Tribunal schuldig, verurteilte ihn zum Tode und ließ das Urteil in Krakau vollstrecken. (Quelle: Institut für Nationales Gedenken, Studie zum ersten Auschwitz-Prozess, gedruckte S. 144–146; Quelle: Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, Online-Lektion, S. 3)

Grenzen der Quellenlage

Ihm wird weder eine gesonderte Opferzahl noch jede Tat des unterstellten Personals zugerechnet. Es wurde kein Porträt ausgewählt, weil die genauen Nachnutzungsrechte einer konkreten Datei nicht verifiziert wurden. (Quelle: Institut für Nationales Gedenken, Studie zum ersten Auschwitz-Prozess, gedruckte S. 144–146; Quelle: Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, Online-Lektion, S. 3)

Quellen

Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.