Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe

Wolfgang Seuss

1960 zu lebenslanger Haft verurteilt; 1970 entlassen. 1907–1979

Wolfgang Seuss war SS-Funktionär in Aufsichtsfunktionen in Dachau und Leiter des Häftlingslagers in Natzweiler. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Dachau und Natzweiler) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.

LagerterrorMordeKonzentrationslager

Gesicherte Befunde

Stellung in der Verantwortungskette

Der Freispruch von 1946 betraf 1 eng begrenzten Anklagepunkt und darf nicht als Freispruch für die später abgeurteilten Taten dargestellt werden. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)

Zentrale Ereignisse und Mechanismen

Keine Rangliste nach Opferzahlen

Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.

Aufarbeitung nach 1945

Das französische Todesurteil wurde umgewandelt; Seuß wurde 1959 begnadigt. Nach dem bundesdeutschen Urteil zu lebenslanger Haft wurde er 1970 entlassen und starb 1979. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)

Grenzen der Quellenlage

Das Profil trennt Vorwürfe und Ergebnisse der einzelnen Verfahren und nennt keine Gesamtzahl der Opfer. Die angeführten Quellen belegen nur die Geburts- und Sterbejahre (1907–1979), nicht die genauen Daten oder Orte. Ein Porträt mit eindeutig belegten Veröffentlichungsrechten wurde nicht gefunden. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)

Quellen

Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.