Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe
Robert Mulka
Robert Mulka war Adjutant des Kommandanten und Stabsführer der Kommandantur. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Auschwitz, besetztes Polen) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.
Gesicherte Befunde
- Robert Mulka wurde am 12. April 1895 in Hamburg geboren und starb dort am 26. April 1969. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- Von April 1942 bis März 1943 war er Adjutant des Auschwitz-Kommandanten und Stabsführer der Kommandantur; er stellte Fahrbefehle für Zyklon B und den Transport Deportierter zu den Gaskammern aus. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- 1965 wurde er wegen gemeinschaftlicher Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord in vier Fällen an jeweils mindestens 750 Menschen zu 14 Jahren Zuchthaus verurteilt; am 20. Februar 1968 wurde er entlassen. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Stellung in der Verantwortungskette
Das Profil folgt dem vom Gericht festgestellten Verantwortungsumfang: logistische und stabsmäßige Beihilfe in konkreten Mordfällen, ohne daraus eine persönliche Ausführung sämtlicher Tötungen abzuleiten. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Zentrale Ereignisse und Mechanismen
- Von April 1942 bis März 1943 diente er als Adjutant des Auschwitz-Kommandanten und Stabsführer der Kommandantur. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- 1965 wurde er zu 14 Jahren Zuchthaus verurteilt und am 20. Februar 1968 aus der Haft entlassen. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.
Aufarbeitung nach 1945
Im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess wurde er 1965 zu 14 Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach mehreren Haftzeiten wurde er am 20. Februar 1968 entlassen. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Grenzen der Quellenlage
Die Mindestzahl von jeweils mindestens 750 Menschen in vier Fällen entspricht der zugunsten des Angeklagten getroffenen gerichtlichen Feststellung und ist keine vollständige Opferbilanz von Auschwitz. Das Profil schreibt Mulka keine Taten außerhalb des Urteils zu. Ein Porträt mit eindeutig dokumentierten Veröffentlichungsrechten wurde nicht gefunden. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Quellen
Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.