Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe
Otto Lätsch
Otto Lätsch war Lagerführer des Auschwitz-Außenlagers Gleiwitz IV. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Gleiwitz IV, Auschwitz) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.
Gesicherte Befunde
- Otto Lätsch wurde am 26. November 1905 in Lichtenberg in Niederschlesien geboren und starb am 24. Januar 1948 in Krakau. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- Als SS-Unterscharführer diente er zunächst in Monowitz und wurde dann Lagerführer von Gleiwitz IV, wo er Selektionen kranker und erschöpfter Häftlinge für die Gaskammern leitete. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- Das Oberste Nationale Tribunal stellte fest, dass er Häftlinge misshandelte und erschoss und die Verantwortung für das Abbrennen des Krankenreviers bei der Räumung trug; am 22. Dezember 1947 verurteilte es ihn zum Tode. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Stellung in der Verantwortungskette
Das Profil beschreibt Lätschs im Urteil festgestellte Befehlsentscheidungen, Selektionen zur Vernichtung und unmittelbare Gewalt, ohne ihm pauschal alle in Gleiwitz IV begangenen Verbrechen zuzuschreiben. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Zentrale Ereignisse und Mechanismen
- Von Juni bis Oktober 1944 war er Lagerführer von Gleiwitz IV; später war er Rapportführer und für die Versorgung zuständig. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- Bei der Räumung im Januar 1945 befahl er, das Krankenrevier mit zurückgelassenen Kranken niederzubrennen, und beteiligte sich an Gewalt gegen Fluchtversuche. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.
Aufarbeitung nach 1945
Das Oberste Nationale Tribunal verurteilte ihn am 22. Dezember 1947 zum Tode; am 24. Januar 1948 wurde das Urteil in Krakau vollstreckt. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Grenzen der Quellenlage
Die Gerichtsquelle und das Auschwitz-Museum nennen unterschiedliche Zahlen der Überlebenden des Revierbrandes; das Profil nennt deshalb keine Zahl. Ein Porträt mit eindeutig belegten Veröffentlichungsrechten wurde nicht gefunden. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Quellen
Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.