Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe

Johann-Georg Richert

Am 29. Januar 1946 im Minsker Prozess zum Tode verurteilt und am folgenden Tag hingerichtet. 1890–1946

Johann-Georg Richert war Kommandeur der 286. Sicherungs-Division und der 35. Infanterie-Division. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (besetztes Belarus) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.

Verbrechen an Zivilistinnen und ZivilistenMassenhinrichtungenBesatzungsverwaltung

Gesicherte Befunde

Stellung in der Verantwortungskette

Richerts Verantwortung stützt sich sowohl auf seine dokumentierte eigene Aussage als auch auf seine Befehlsfunktion bei der Osaritschi-Operation; die Quellen erlauben jedoch nicht, ihm jede Tötung als persönliche Ausführung zuzuschreiben. (Quelle: ifz-muenchen.de, angegebene Fundstelle; Quelle: stadtgeschichte.karlsruhe.de, angegebene Fundstelle; Quelle: ifz-muenchen.de, angegebene Fundstelle)

Zentrale Ereignisse und Mechanismen

Keine Rangliste nach Opferzahlen

Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.

Aufarbeitung nach 1945

Ein sowjetisches Militärtribunal in Minsk verurteilte ihn zum Tode. Das Verfahren war verfahrensrechtlich stark eingeschränkt und propagandistisch geprägt; deshalb wird die Tatdarstellung zusätzlich durch eine unabhängige archivische Studie zu Osaritschi gestützt. (Quelle: ifz-muenchen.de, angegebene Fundstelle; Quelle: stadtgeschichte.karlsruhe.de, angegebene Fundstelle; Quelle: ifz-muenchen.de, angegebene Fundstelle)

Grenzen der Quellenlage

Richert werden weder jeder Tod im Operationsgebiet seiner Divisionen noch eine gesonderte Opferzahl allein zugerechnet. Kein Porträt wurde gewählt, da die Rechte an einer konkreten Datei nicht geprüft sind. (Quelle: ifz-muenchen.de, angegebene Fundstelle; Quelle: stadtgeschichte.karlsruhe.de, angegebene Fundstelle; Quelle: ifz-muenchen.de, angegebene Fundstelle)

Quellen

Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.