Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe

Fritz Buntrock

im Auschwitz-Prozess zum Tode verurteilt und am 24. Januar 1948 hingerichtet 1909–1948

Fritz Buntrock war Rapportführer im Roma-Lager von Auschwitz-Birkenau. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Auschwitz-Birkenau · besetztes Polen) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.

KonzentrationslagerRassische SelektionMorde

Gesicherte Befunde

Stellung in der Verantwortungskette

Das Urteil belegt eigene Handlungen; das Museum dokumentiert seine Funktion bei der Auflösung des Roma-Lagers. Nicht jede Tötung im Zuge dieser Operation wird ihm persönlich zugeschrieben. (Quelle: Institut für Nationales Gedenken (Polen), Joanna Lubecka, Krakauer Prozesse vor dem Obersten Nationaltribunal, gedruckte S. 168–169 und 357–358; Urteilsakte AIPN GK 196/549, Bl. 51.; Quelle: Auschwitz-Birkenau State Museum, The Roma in Auschwitz, Abschnitt ‘The Roma camp in the eyes of the SS’, Liste des SS-Personals, Eintrag Fritz Buntrock.)

Zentrale Ereignisse und Mechanismen

Keine Rangliste nach Opferzahlen

Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.

Aufarbeitung nach 1945

Das Oberste Nationale Tribunal verurteilte Buntrock am 22. Dezember 1947 zum Tode. Am 24. Januar 1948 wurde er im Montelupich-Gefängnis in Krakau gehängt. (Quelle: Institut für Nationales Gedenken (Polen), Joanna Lubecka, Krakauer Prozesse vor dem Obersten Nationaltribunal, gedruckte S. 168–169 und 357–358; Urteilsakte AIPN GK 196/549, Bl. 51.)

Grenzen der Quellenlage

Quellen

Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.