Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe

Albert Schwartz

1947 zum Tode verurteilt; 1948 zu lebenslanger Haft begnadigt; 1954 entlassen 1905–1984

Albert Schwartz war Arbeitseinsatzführer, der die Häftlingszwangsarbeit in Buchenwald und Mittelbau organisierte. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Buchenwald · Mittelbau-Dora) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.

ZwangsarbeitAusbeutungArbeitslager

Gesicherte Befunde

Stellung in der Verantwortungskette

Die belegte Verantwortung beruht auf der Leitung des Häftlingsarbeitseinsatzes im Stammlager und in Außenlagern sowie auf der Entscheidung des amerikanischen Gerichts, nicht auf der Zuschreibung einer bestimmten eigenhändigen Tötung. (Quelle: Aleksander Lasik, Institut für Nationales Gedenken, PDF S. 16, Zeilen 561–592; Funktion, Organisation der Häftlingsarbeit, Verfahren, Begnadigung und Entlassung)

Zentrale Ereignisse und Mechanismen

Keine Rangliste nach Opferzahlen

Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.

Aufarbeitung nach 1945

Am 14. August 1947 wurde Schwartz im Buchenwald-Prozess zum Tode verurteilt; am 8. Juni 1948 wurde die Strafe in lebenslange Haft umgewandelt und am 14. Mai 1954 die Reststrafe erlassen. Er starb am 5. Juli 1984. (Quelle: Aleksander Lasik, Institut für Nationales Gedenken, PDF S. 16, Zeilen 561–592; Funktion, Organisation der Häftlingsarbeit, Verfahren, Begnadigung und Entlassung)

Grenzen der Quellenlage

Die Quellen belegen Amt, Organisation der Zwangsarbeit und gerichtliche Aburteilung, aber keine bestimmte eigenhändige Tötung durch Schwartz. Wikimedia Commons stuft das Porträt als gemeinfreies offizielles Werk des U.S. Army Signal Corps ein; die Commons-Datei wird mit Archivprovenienz verwendet. Die Variante „Albert Fredrich“ bleibt auf die Bildlegende des Archivs beschränkt. (Quelle: Fotoarchiv Buchenwald, Datensatz 026-01.030; Identität, Daten, Funktion, Urteilsfolge und gemeinfreies Porträt)

Quellen

Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.