Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe
Adolf Zutter
Adolf Zutter war Adjutant des Mauthausener Kommandanten; Stabsstelle im Umlauf von Hinrichtungsbefehlen. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Mauthausen · Österreich) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.
Gesicherte Befunde
- Adolf Zutter wurde am 10. Februar 1889 in Zweibrücken geboren. Seit Juni 1942 war er Adjutant des Kommandanten von Mauthausen. (Quelle: Harvard Law School Library — Nuremberg Trials Project, Document 051-L / USA-521; Adolf Zutter affidavit, IMT printed p. 7583 ff.)
- In einer eidesstattlichen Erklärung beschrieb er den Eingang und die Weitergabe von Hinrichtungsbefehlen in der Kommandantur; das Prozessmaterial verband seine Stellung mit Exekutionen und dem Lagerbunker. (Quelle: Harvard Law School Library — Nuremberg Trials Project, Document 051-L / USA-521; Adolf Zutter affidavit, IMT printed p. 7583 ff.; Quelle: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes / Florian Freund, pp. 45, 48–50, 57 and 63–65; note 102)
- Im Mauthausen-Hauptprozess wurde er am 13. Mai 1946 zum Tode verurteilt und am 27. Mai 1947 in Landsberg hingerichtet. (Quelle: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes / Florian Freund, pp. 45, 48–50, 57 and 63–65; note 102)
Stellung in der Verantwortungskette
Zutter war nicht Kommandant von Mauthausen, bildete als Adjutant aber eine zentrale Stelle im Umlauf von Hinrichtungsbefehlen. Das Profil stützt sich auf seine eigene Verfahrensbeschreibung und die Prozessfeststellungen. (Quelle: Harvard Law School Library — Nuremberg Trials Project, Document 051-L / USA-521; Adolf Zutter affidavit, IMT printed p. 7583 ff.; Quelle: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes / Florian Freund, pp. 45, 48–50, 57 and 63–65; note 102)
Zentrale Ereignisse und Mechanismen
- Juni 1942 – Adjutant des Kommandanten von Mauthausen (Quelle: Harvard Law School Library — Nuremberg Trials Project, Document 051-L / USA-521; Adolf Zutter affidavit, IMT printed p. 7583 ff.)
- 13. Mai 1946 – Todesurteil im Mauthausen-Hauptprozess (Quelle: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes / Florian Freund, pp. 45, 48–50, 57 and 63–65; note 102)
- 27. Mai 1947 – Hinrichtung in Landsberg (Quelle: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes / Florian Freund, pp. 45, 48–50, 57 and 63–65; note 102)
Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.
Aufarbeitung nach 1945
Ein US-Militärgericht in Dachau verurteilte Zutter im Mauthausen-Hauptprozess zum Tode. Am 27. Mai 1947 wurde er im Gefängnis Landsberg gehängt. (Quelle: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes / Florian Freund, pp. 45, 48–50, 57 and 63–65; note 102)
Grenzen der Quellenlage
Zutters Erklärung dokumentiert die Abläufe der Kommandantur, beweist aber nicht seine Anwesenheit bei jeder Exekution. Das Profil trennt seine Adjutantenfunktion von Entscheidungen des Kommandanten und Taten anderer Angehöriger. (Quelle: Harvard Law School Library — Nuremberg Trials Project, Document 051-L / USA-521; Adolf Zutter affidavit, IMT printed p. 7583 ff.; Quelle: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes / Florian Freund, pp. 45, 48–50, 57 and 63–65; note 102)
Quellen
Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.