Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe

Adolf Zutter

am 13. Mai 1946 zum Tode verurteilt; am 27. Mai 1947 hingerichtet 1889–1947

Adolf Zutter war Adjutant des Mauthausener Kommandanten; Stabsstelle im Umlauf von Hinrichtungsbefehlen. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Mauthausen · Österreich) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.

KonzentrationslagerHinrichtungen

Gesicherte Befunde

Stellung in der Verantwortungskette

Zutter war nicht Kommandant von Mauthausen, bildete als Adjutant aber eine zentrale Stelle im Umlauf von Hinrichtungsbefehlen. Das Profil stützt sich auf seine eigene Verfahrensbeschreibung und die Prozessfeststellungen. (Quelle: Harvard Law School Library — Nuremberg Trials Project, Document 051-L / USA-521; Adolf Zutter affidavit, IMT printed p. 7583 ff.; Quelle: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes / Florian Freund, pp. 45, 48–50, 57 and 63–65; note 102)

Zentrale Ereignisse und Mechanismen

Keine Rangliste nach Opferzahlen

Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.

Aufarbeitung nach 1945

Ein US-Militärgericht in Dachau verurteilte Zutter im Mauthausen-Hauptprozess zum Tode. Am 27. Mai 1947 wurde er im Gefängnis Landsberg gehängt. (Quelle: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes / Florian Freund, pp. 45, 48–50, 57 and 63–65; note 102)

Grenzen der Quellenlage

Zutters Erklärung dokumentiert die Abläufe der Kommandantur, beweist aber nicht seine Anwesenheit bei jeder Exekution. Das Profil trennt seine Adjutantenfunktion von Entscheidungen des Kommandanten und Taten anderer Angehöriger. (Quelle: Harvard Law School Library — Nuremberg Trials Project, Document 051-L / USA-521; Adolf Zutter affidavit, IMT printed p. 7583 ff.; Quelle: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes / Florian Freund, pp. 45, 48–50, 57 and 63–65; note 102)

Quellen

Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.