Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe
Wilhelm Wagner
Wilhelm Wagner war SS-Hauptscharführer, Kommandoführer von Häftlingsarbeitskommandos und Lagerführer in Landsberg. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Dachau) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.
Gesicherte Befunde
- Wilhelm Wagner wurde am 28. November 1904 in Augsburg geboren und am 29. Mai 1946 in Landsberg am Lech hingerichtet. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- Seit 1940 leitete er das Häftlingskommando in der Dachauer Wäscherei; die Quellen schildern wiederholte Schläge, darunter eine Misshandlung, die mit dem Tod eines Häftlings endete. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- Später bekleidete er Leitungsfunktionen in Dachauer Außenlagern und führte gegen Kriegsende das Außenlager Landsberg; das US-Militärgericht sprach ihn in beiden Anklagepunkten schuldig und verurteilte ihn zum Tode. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Stellung in der Verantwortungskette
Das Profil stützt Wagners Verantwortung auf Aussagen und Feststellungen zu seiner eigenen Gewalt sowie zu seinen Leitungsfunktionen, nicht auf die bloße Zugehörigkeit zum Dachauer Lagerpersonal. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Zentrale Ereignisse und Mechanismen
- Von Januar 1940 bis Mitte 1943 leitete er die Häftlingswäscherei in Dachau und übte Gewalt gegen die ihm unterstellten Gefangenen aus. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- Am 13. Dezember 1945 erhielt er ein Todesurteil; am 29. Mai 1946 wurde er in Landsberg gehängt. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.
Aufarbeitung nach 1945
Das US-Militärgericht im Dachauer Hauptprozess sprach ihn in beiden Anklagepunkten schuldig und verurteilte ihn zum Tode; das Gnadengesuch wurde abgelehnt und das Urteil am 29. Mai 1946 vollstreckt. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Grenzen der Quellenlage
Das Profil schreibt Wagner nicht sämtliche Verbrechen in den von ihm geführten Außenlagern zu, sondern beschränkt sich auf belegte Gewalttaten und die Prozessfeststellungen. Ein Porträt mit eindeutig belegten Veröffentlichungsrechten wurde nicht gefunden. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Quellen
Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.