Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe
Wilhelm Schäfer
Wilhelm Schäfer war SS-Hauptscharführer und Angehöriger des Kommandos 99 im KZ Buchenwald. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Buchenwald) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.
Gesicherte Befunde
- Wilhelm Schäfer wurde am 20. Oktober 1911 in Obhausen geboren und starb am 16. Juni 1961 in Leipzig. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- Im KZ Buchenwald gehörte er dem Kommando 99 an, dessen Mitglieder sowjetische Kriegsgefangene in der Genickschussanlage massenhaft erschossen. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- Das Oberste Gericht der DDR rechnete ihm Gewalt in Lichtenburg und Buchenwald, die Beteiligung an der Erschießung von 700 bis 1000 Gefangenen sowie Taten bei Partisanenbekämpfungsaktionen in Estland zu und verurteilte ihn am 20. Mai 1961 zum Tode. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Stellung in der Verantwortungskette
Schäfers Verantwortung beruht auf seiner belegten Zugehörigkeit zu einem spezialisierten Exekutionskommando und auf gerichtlichen Feststellungen zu konkreten Gewalttaten, nicht allein auf seiner SS-Mitgliedschaft. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Zentrale Ereignisse und Mechanismen
- 1941–1942 beteiligte er sich als Angehöriger des Kommandos 99 an Erschießungen sowjetischer Gefangener in Buchenwald. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- Am 20. Mai 1961 wurde er zum Tode verurteilt; das Urteil wurde am 16. Juni 1961 vollstreckt. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.
Aufarbeitung nach 1945
Nachdem ihn ein ehemaliger Buchenwaldhäftling erkannt hatte, stellte ihn das Oberste Gericht der DDR vor Gericht und verurteilte ihn zum Tode; am 16. Juni 1961 wurde er in Leipzig hingerichtet. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Grenzen der Quellenlage
Die Spanne von 700 bis 1000 bezeichnet Erschießungen, an denen er nach gerichtlicher Feststellung beteiligt war, nicht eine von ihm allein getötete Zahl. Ein Porträt mit eindeutig belegten Veröffentlichungsrechten wurde nicht gefunden. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Quellen
Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.