Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe
Wilhelm Beiglböck
Wilhelm Beiglböck war verantwortlicher Arzt der Meerwasserexperimente an Häftlingen im KZ Dachau. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Dachau) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.
Gesicherte Befunde
- Wilhelm Beiglböck wurde am 10. Oktober 1905 in Hochneukirchen geboren und starb am 22. November 1963 in Buxtehude. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- 1944 war er der verantwortliche Arzt für Meerwasser-Trinkversuche an 40 Roma- und Sinti-Häftlingen im KZ Dachau. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- Im Ärzteprozess wurde er 1947 zu 15 Jahren Haft verurteilt; die Strafe wurde auf 10 Jahre reduziert, 1951 kam er frei, und ein 1959–1960 eingeleitetes neues Ermittlungsverfahren wurde eingestellt. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Stellung in der Verantwortungskette
Das Profil ordnet ihm die unmittelbare Leitung der dokumentierten Versuche und die gerichtlich festgestellte Verantwortung zu, nicht aber unbelegte Todesfälle. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Zentrale Ereignisse und Mechanismen
- Von Juli bis September 1944 führte er in Dachau Meerwasserversuche an 40 Häftlingen durch. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- 1947 erhielt er eine Haftstrafe von 15 Jahren, später auf 10 Jahre reduziert; 1951 verließ er das Gefängnis. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.
Aufarbeitung nach 1945
Die Haftstrafe von 15 Jahren wurde auf 10 Jahre reduziert; nach der vorzeitigen Entlassung 1951 arbeitete er wieder als Arzt, das neue Verfahren von 1959–1960 wurde eingestellt. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Grenzen der Quellenlage
Eine gesonderte Opferzahl oder ein Zusammenhang mit bestimmten Todesfällen wird über die zitierten Feststellungen hinaus nicht behauptet. Ein Porträt mit eindeutig belegten Veröffentlichungsrechten wurde nicht gefunden. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Quellen
Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.