Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe

Wilhelm Beiglböck

1947 zu 15 Jahren Haft verurteilt; die Strafe wurde auf 10 Jahre herabgesetzt, 1951 kam er vorzeitig frei. 1905–1963

Wilhelm Beiglböck war verantwortlicher Arzt der Meerwasserexperimente an Häftlingen im KZ Dachau. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Dachau) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.

Pseudomedizinische ExperimenteNS-MedizinKonzentrationslager

Gesicherte Befunde

Stellung in der Verantwortungskette

Das Profil ordnet ihm die unmittelbare Leitung der dokumentierten Versuche und die gerichtlich festgestellte Verantwortung zu, nicht aber unbelegte Todesfälle. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)

Zentrale Ereignisse und Mechanismen

Keine Rangliste nach Opferzahlen

Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.

Aufarbeitung nach 1945

Die Haftstrafe von 15 Jahren wurde auf 10 Jahre reduziert; nach der vorzeitigen Entlassung 1951 arbeitete er wieder als Arzt, das neue Verfahren von 1959–1960 wurde eingestellt. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)

Grenzen der Quellenlage

Eine gesonderte Opferzahl oder ein Zusammenhang mit bestimmten Todesfällen wird über die zitierten Feststellungen hinaus nicht behauptet. Ein Porträt mit eindeutig belegten Veröffentlichungsrechten wurde nicht gefunden. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)

Quellen

Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.