Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe
Siegfried Seidl
Siegfried Seidl war Kommandant des Ghettos Theresienstadt und Funktionär des Deportationsapparats.. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Theresienstadt, Bergen-Belsen und Wien) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.
Gesicherte Befunde
- Er wurde am 24. August 1911 in Tulln geboren und am 4. Februar 1947 in Wien hingerichtet. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- Er leitete das Ghetto Theresienstadt von November 1941 bis Juli 1943 und trug Verantwortung für dessen Zwangsregime und Deportationen; später war er in Bergen-Belsen sowie im Deportations- und Zwangsarbeitsapparat für ungarische Juden tätig. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- Das Volksgericht Wien verurteilte ihn am 3. Oktober 1946 zum Tode; das Urteil wurde am 4. Februar 1947 vollstreckt. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Stellung in der Verantwortungskette
Das Profil trennt seine Kommandanten- und Deportationsfunktion von den Handlungen anderer RSHA-Stellen und des Personals vor Ort. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Zentrale Ereignisse und Mechanismen
- Von November 1941 bis Juli 1943 war er der erste Kommandant des Ghettos Theresienstadt. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- 1944 arbeitete er in Eichmanns Apparat, der mit Deportation und Zwangsarbeit ungarischer Juden verbunden war. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.
Aufarbeitung nach 1945
Das Volksgericht Wien verurteilte ihn am 3. Oktober 1946 zum Tode; das Urteil wurde am 4. Februar 1947 vollstreckt. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Grenzen der Quellenlage
Es wurde kein Porträt mit sicher nachgewiesenen Veröffentlichungsrechten gefunden; das Profil bleibt ohne Abbildung. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Quellen
Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.