Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe
Otto Moll
Otto Moll war Kommandant von Fürstengrube und Leiter der Krematorien in Auschwitz-Birkenau. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Auschwitz-Birkenau und Fürstengrube) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.
Gesicherte Befunde
- Otto Moll wurde am 4. März 1915 in Hohenschönberg geboren und gehörte zur SS-Besatzung des Lagerkomplexes Auschwitz. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- Als erster Kommandant von Fürstengrube erschoss er nach einer Flucht persönlich zufällig ausgewählte Häftlinge; in Birkenau beaufsichtigte er die Krematorien und den Terror gegen das Sonderkommando. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- Ein US-Militärgericht verurteilte ihn im Dachau-Prozess zum Tode; am 28. Mai 1946 wurde er in Landsberg gehängt. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Stellung in der Verantwortungskette
Das Profil verbindet Molls belegte Funktionen mit einer konkreten Tötung und der Aufsicht über Einrichtungen des Massenmordes, ohne ihm jede Tat des Personals zuzuschreiben. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Zentrale Ereignisse und Mechanismen
- Ab 1943 leitete er das Außenlager Fürstengrube; 1944 wurde er erneut dem Krematorienapparat von Birkenau zugeteilt. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- Im Dezember 1945 erhielt er ein Todesurteil, das am 28. Mai 1946 vollstreckt wurde. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.
Aufarbeitung nach 1945
Ein US-Militärgericht verurteilte ihn im Dachau-Prozess zum Tode; am 28. Mai 1946 wurde er in Landsberg gehängt. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Grenzen der Quellenlage
Über die in den Quellen genannten Taten hinaus wird keine individuelle Opferzahl abgeleitet. Ein Porträt mit sicher geprüfter Lizenz liegt nicht vor. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Quellen
Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.