Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe

Oswald Kaduk

Am 1947-08-25 verurteilte ihn ein sowjetisches Militärgericht zu 25 Jahren Zwangsarbeit, am 1956-04-26 wurde er begnadigt, und am 1965-08-19 verurteilte ihn ein Frankfurter Gericht wegen 10 Morden und mittäterschaftlichen Mordes in 2 Fällen mit mindestens 1002 Opfern zu lebenslangem Zuchthaus; 1989 wurde er entlassen. 1906–1997

Oswald Kaduk war Rapportführer in Auschwitz. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Auschwitz, besetztes Polen) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.

AuschwitzKonzentrationslagerLagerterrorEinzeltötungenSelektionenHinrichtungenShoahSS

Gesicherte Befunde

Stellung in der Verantwortungskette

Das Profil trennt die belegte Funktion und das individuelle Handeln von den weiter reichenden Verbrechen der Institution oder unterstellten Formation. (Quelle: Fritz Bauer Institut, judgment transcript, zitierter Abschnitt; Quelle: Fritz Bauer Institut, Frankfurter Auschwitz-Prozess, zitierter Abschnitt; Quelle: Auschwitz-Birkenau State Museum, zitierter Abschnitt; Quelle: Hessian State Archives, zitierter Abschnitt)

Zentrale Ereignisse und Mechanismen

Keine Rangliste nach Opferzahlen

Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.

Aufarbeitung nach 1945

Am 1947-08-25 verurteilte ihn ein sowjetisches Militärgericht zu 25 Jahren Zwangsarbeit, am 1956-04-26 wurde er begnadigt, und am 1965-08-19 verurteilte ihn ein Frankfurter Gericht wegen 10 Morden und mittäterschaftlichen Mordes in 2 Fällen mit mindestens 1002 Opfern zu lebenslangem Zuchthaus; 1989 wurde er entlassen. (Quelle: Fritz Bauer Institut, judgment transcript, zitierter Abschnitt; Quelle: Fritz Bauer Institut, Frankfurter Auschwitz-Prozess, zitierter Abschnitt; Quelle: Auschwitz-Birkenau State Museum, zitierter Abschnitt; Quelle: Hessian State Archives, zitierter Abschnitt)

Grenzen der Quellenlage

Das Urteil umfasst 10 Morde und 2 Selektionen mit mindestens 1002 Opfern; weitere nicht bewiesene Vorwürfe werden Kaduk nicht zugeschrieben. Das Porträt ist mit Quelle und Lizenz CC BY-SA 4.0 ausgewiesen. (Quelle: Fritz Bauer Institut, judgment transcript, zitierter Abschnitt; Quelle: Fritz Bauer Institut, Frankfurter Auschwitz-Prozess, zitierter Abschnitt; Quelle: Auschwitz-Birkenau State Museum, zitierter Abschnitt; Quelle: Hessian State Archives, zitierter Abschnitt)

Quellen

Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.