Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe
Karl-Friedrich Höcker
Karl-Friedrich Höcker war Adjutant des Kommandanten von Auschwitz. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Auschwitz und Majdanek, besetztes Polen) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.
Gesicherte Befunde
- Karl-Friedrich Höcker: 1911-12-11–2000-01-30. (Quelle: Fritz Bauer Institut, zitierter Abschnitt; Quelle: State Museum at Majdanek, zitierter Abschnitt; Quelle: United States Holocaust Memorial Museum, zitierter Abschnitt; Quelle: Auschwitz-Birkenau State Museum, zitierter Abschnitt)
- Als Adjutant des Kommandanten von Auschwitz leitete Karl-Friedrich Höcker die Benachrichtigungen über mindestens 3 Transporte ungarischer Juden weiter; das Gericht stellte fest, dass er damit zur Ermordung von mindestens 3000 Deportierten beitrug. (Quelle: Fritz Bauer Institut, zitierter Abschnitt; Quelle: State Museum at Majdanek, zitierter Abschnitt; Quelle: United States Holocaust Memorial Museum, zitierter Abschnitt; Quelle: Auschwitz-Birkenau State Museum, zitierter Abschnitt)
- 1965 wurde er zu 7 Jahren Haft verurteilt und 1970-04 auf Bewährung entlassen; am 1989-05-03 verurteilte ihn das Bielefelder Gericht wegen Beihilfe zum Massenmord in den Gaskammern von Majdanek zu 4 Jahren, bevor er 1992 entlassen wurde. (Quelle: Fritz Bauer Institut, zitierter Abschnitt; Quelle: State Museum at Majdanek, zitierter Abschnitt; Quelle: United States Holocaust Memorial Museum, zitierter Abschnitt; Quelle: Auschwitz-Birkenau State Museum, zitierter Abschnitt)
Stellung in der Verantwortungskette
Das Profil trennt die belegte Funktion und das individuelle Handeln von den weiter reichenden Verbrechen der Institution oder unterstellten Formation. (Quelle: Fritz Bauer Institut, zitierter Abschnitt; Quelle: State Museum at Majdanek, zitierter Abschnitt; Quelle: United States Holocaust Memorial Museum, zitierter Abschnitt; Quelle: Auschwitz-Birkenau State Museum, zitierter Abschnitt)
Zentrale Ereignisse und Mechanismen
- Als Adjutant des Kommandanten von Auschwitz leitete Karl-Friedrich Höcker die Benachrichtigungen über mindestens 3 Transporte ungarischer Juden weiter; das Gericht stellte fest, dass er damit zur Ermordung von mindestens 3000 Deportierten beitrug. (Quelle: Fritz Bauer Institut, zitierter Abschnitt; Quelle: State Museum at Majdanek, zitierter Abschnitt; Quelle: United States Holocaust Memorial Museum, zitierter Abschnitt; Quelle: Auschwitz-Birkenau State Museum, zitierter Abschnitt)
- 1965 wurde er zu 7 Jahren Haft verurteilt und 1970-04 auf Bewährung entlassen; am 1989-05-03 verurteilte ihn das Bielefelder Gericht wegen Beihilfe zum Massenmord in den Gaskammern von Majdanek zu 4 Jahren, bevor er 1992 entlassen wurde. (Quelle: Fritz Bauer Institut, zitierter Abschnitt; Quelle: State Museum at Majdanek, zitierter Abschnitt; Quelle: United States Holocaust Memorial Museum, zitierter Abschnitt; Quelle: Auschwitz-Birkenau State Museum, zitierter Abschnitt)
Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.
Aufarbeitung nach 1945
1965 wurde er zu 7 Jahren Haft verurteilt und 1970-04 auf Bewährung entlassen; am 1989-05-03 verurteilte ihn das Bielefelder Gericht wegen Beihilfe zum Massenmord in den Gaskammern von Majdanek zu 4 Jahren, bevor er 1992 entlassen wurde. (Quelle: Fritz Bauer Institut, zitierter Abschnitt; Quelle: State Museum at Majdanek, zitierter Abschnitt; Quelle: United States Holocaust Memorial Museum, zitierter Abschnitt; Quelle: Auschwitz-Birkenau State Museum, zitierter Abschnitt)
Grenzen der Quellenlage
Aufgenommen sind nur Aussagen, die den genannten Belegen zugeordnet sind. Ohne gesonderten Nachweis werden weder eine individuelle Opferzahl noch weitere Befehle zugeschrieben. Wegen ungeklärter Rechte wurde kein Porträt ausgewählt. (Quelle: Fritz Bauer Institut, zitierter Abschnitt; Quelle: State Museum at Majdanek, zitierter Abschnitt; Quelle: United States Holocaust Memorial Museum, zitierter Abschnitt; Quelle: Auschwitz-Birkenau State Museum, zitierter Abschnitt)
Quellen
Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.