Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe
Karl Fiehler
Karl Fiehler war Münchner Oberbürgermeister. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (München, Deutschland) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.
Gesicherte Befunde
- Karl Fiehler: 1895-08-31–1969-12-08. (Quelle: Deutsche Biographie, zitierter Abschnitt; Quelle: NS-Dokumentationszentrum München, zitierter Abschnitt; Quelle: Bayerischer Rundfunk / Institut für Zeitgeschichte, zitierter Abschnitt)
- Als Münchner Oberbürgermeister prägte Karl Fiehler die kommunale Verfolgung der Juden mit; in einem Rundschreiben vom 1933-03-24 ordnete er an, städtische Aufträge nicht an Unternehmen zu vergeben, die Juden oder Ausländern gehörten oder von ihnen geleitet wurden. (Quelle: Deutsche Biographie, zitierter Abschnitt; Quelle: NS-Dokumentationszentrum München, zitierter Abschnitt; Quelle: Bayerischer Rundfunk / Institut für Zeitgeschichte, zitierter Abschnitt)
- Im 1949-01 stufte ihn die Münchner Spruchkammer in Kategorie II ein und verhängte 2 Jahre Arbeitslager, die durch die Internierung als verbüßt galten, sowie ein 12-jähriges Berufsverbot; dies war keine strafrechtliche Verurteilung wegen Holocaustverbrechen. (Quelle: Deutsche Biographie, zitierter Abschnitt; Quelle: NS-Dokumentationszentrum München, zitierter Abschnitt; Quelle: Bayerischer Rundfunk / Institut für Zeitgeschichte, zitierter Abschnitt)
Stellung in der Verantwortungskette
Das Profil trennt die belegte Funktion und das individuelle Handeln von den weiter reichenden Verbrechen der Institution oder unterstellten Formation. (Quelle: Deutsche Biographie, zitierter Abschnitt; Quelle: NS-Dokumentationszentrum München, zitierter Abschnitt; Quelle: Bayerischer Rundfunk / Institut für Zeitgeschichte, zitierter Abschnitt)
Zentrale Ereignisse und Mechanismen
- Als Münchner Oberbürgermeister prägte Karl Fiehler die kommunale Verfolgung der Juden mit; in einem Rundschreiben vom 1933-03-24 ordnete er an, städtische Aufträge nicht an Unternehmen zu vergeben, die Juden oder Ausländern gehörten oder von ihnen geleitet wurden. (Quelle: Deutsche Biographie, zitierter Abschnitt; Quelle: NS-Dokumentationszentrum München, zitierter Abschnitt; Quelle: Bayerischer Rundfunk / Institut für Zeitgeschichte, zitierter Abschnitt)
- Im 1949-01 stufte ihn die Münchner Spruchkammer in Kategorie II ein und verhängte 2 Jahre Arbeitslager, die durch die Internierung als verbüßt galten, sowie ein 12-jähriges Berufsverbot; dies war keine strafrechtliche Verurteilung wegen Holocaustverbrechen. (Quelle: Deutsche Biographie, zitierter Abschnitt; Quelle: NS-Dokumentationszentrum München, zitierter Abschnitt; Quelle: Bayerischer Rundfunk / Institut für Zeitgeschichte, zitierter Abschnitt)
Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.
Aufarbeitung nach 1945
Im 1949-01 stufte ihn die Münchner Spruchkammer in Kategorie II ein und verhängte 2 Jahre Arbeitslager, die durch die Internierung als verbüßt galten, sowie ein 12-jähriges Berufsverbot; dies war keine strafrechtliche Verurteilung wegen Holocaustverbrechen. (Quelle: Deutsche Biographie, zitierter Abschnitt; Quelle: NS-Dokumentationszentrum München, zitierter Abschnitt; Quelle: Bayerischer Rundfunk / Institut für Zeitgeschichte, zitierter Abschnitt)
Grenzen der Quellenlage
Aufgenommen sind nur Aussagen, die den genannten Belegen zugeordnet sind. Ohne gesonderten Nachweis werden weder eine individuelle Opferzahl noch weitere Befehle zugeschrieben. Wegen ungeklärter Rechte wurde kein Porträt ausgewählt. (Quelle: Deutsche Biographie, zitierter Abschnitt; Quelle: NS-Dokumentationszentrum München, zitierter Abschnitt; Quelle: Bayerischer Rundfunk / Institut für Zeitgeschichte, zitierter Abschnitt)
Quellen
Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.