Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe

Josef Jarolin

Am 13. Dezember 1945 zum Tode verurteilt und am 28. Mai 1946 hingerichtet. 1904–1946

Josef Jarolin war Rapportführer und dritter Schutzhaftlagerführer in Dachau, später Lagerführer von Allach. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Dachau und Allach) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.

KonzentrationslagerHinrichtungenKriegsgefangeneLagerterror

Gesicherte Befunde

Stellung in der Verantwortungskette

Das Profil stützt die Tatzuordnung auf sein eigenes Eingeständnis und die Prozessakten, nicht allein auf den Rang; es schreibt ihm nicht jede Hinrichtung oder jede Gewalttat in Dachau und Allach zu. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)

Zentrale Ereignisse und Mechanismen

Keine Rangliste nach Opferzahlen

Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.

Aufarbeitung nach 1945

Ein US-Militärgericht verurteilte ihn am 13. Dezember 1945 zum Tode; am 28. Mai 1946 wurde er in Landsberg hingerichtet. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)

Grenzen der Quellenlage

Die Zahl 1500 bezieht sich nur auf seine eingeräumte Beteiligung an der Erschießung in Hebertshausen und gilt nicht als vollständige Opferzahl Jarolins. Ein Porträt mit eindeutig belegten Veröffentlichungsrechten wurde nicht gefunden. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)

Quellen

Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.