Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe

Josef Erber

Im zweiten Frankfurter Auschwitz-Prozess zu lebenslanger Haft verurteilt; am 9. August 1986 entlassen. 1897–1987

Josef Erber war Angehöriger der Lager-Gestapo und Leiter der Aufnahme in Birkenau. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Auschwitz-Birkenau) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.

AuschwitzSelektionenHinrichtungenLagerterror

Gesicherte Befunde

Stellung in der Verantwortungskette

„70 Fälle“ bezeichnet den rechtlichen Umfang der Verurteilung, nicht 70 Opfer; das Profil rechnet Verfahrensfälle nicht in eine Opferzahl um. (Quelle: landesarchiv.hessen.de, angegebene Fundstelle; Quelle: bundesarchiv.de, angegebene Fundstelle; Quelle: heiup.uni-heidelberg.de, angegebene Fundstelle)

Zentrale Ereignisse und Mechanismen

Keine Rangliste nach Opferzahlen

Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.

Aufarbeitung nach 1945

Das Landgericht Frankfurt verurteilte ihn im zweiten Auschwitz-Prozess zu lebenslanger Haft. Das Urteil blieb in der Revision bestehen; am 9. August 1986 wurde Erber entlassen. (Quelle: landesarchiv.hessen.de, angegebene Fundstelle; Quelle: bundesarchiv.de, angegebene Fundstelle; Quelle: heiup.uni-heidelberg.de, angegebene Fundstelle)

Grenzen der Quellenlage

Ihm werden weder die gesamte Tätigkeit der Politischen Abteilung noch eine gesonderte Opferzahl zugerechnet. Die Quellen dieses Pakets bestätigen das Todesjahr, aber nicht den genauen Tag oder Ort; diese Angaben bleiben daher offen. Kein Porträt wurde ohne geprüfte Rechte ausgewählt. (Quelle: landesarchiv.hessen.de, angegebene Fundstelle; Quelle: bundesarchiv.de, angegebene Fundstelle; Quelle: heiup.uni-heidelberg.de, angegebene Fundstelle; Quelle: Jochen und Anne Fahrenberg (Hrsg.), Täterforschung nach Auschwitz, S. 180, „Josef Erber (1897–1987)“, Exemplar der Deutschen Nationalbibliothek)

Quellen

Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.