Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe

Johann Pauls

Im ersten Stutthof-Prozess zum Tode verurteilt und am 4. Juli 1946 hingerichtet. 1908–1946

Johann Pauls war SS-Unterführer und Führer eines Häftlingsarbeitskommandos. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Stutthof im besetzten Polen) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.

StutthofHäftlingsarbeitLagerterrorHinrichtungen

Gesicherte Befunde

Stellung in der Verantwortungskette

Seine Verantwortung beruht sowohl auf der Aufsichtsfunktion als auch auf gerichtlichen Feststellungen zu eigenen Gewalttaten und Tötungen. (Quelle: Verbrechen und Gräber, Auswertung des beglaubigten Urteils Nr. 382/46, S. 140–141; Quelle: Museum Stutthof, Darstellung der Verfahren gegen das Lagerpersonal, Abschnitt zum ersten Prozess; Quelle: Gedanopedia, Darstellung des ersten Stutthof-Prozesses und der Hinrichtung)

Zentrale Ereignisse und Mechanismen

Keine Rangliste nach Opferzahlen

Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.

Aufarbeitung nach 1945

Das Sonderstrafgericht in Danzig verurteilte ihn zum Tode; das Urteil wurde am 4. Juli 1946 öffentlich vollstreckt. (Quelle: Verbrechen und Gräber, Auswertung des beglaubigten Urteils Nr. 382/46, S. 140–141; Quelle: Museum Stutthof, Darstellung der Verfahren gegen das Lagerpersonal, Abschnitt zum ersten Prozess; Quelle: Gedanopedia, Darstellung des ersten Stutthof-Prozesses und der Hinrichtung)

Grenzen der Quellenlage

Quellen

Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.