Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe

Joachim Mrugowsky

Im Ärzteprozess zum Tode verurteilt und am 2. Juni 1948 hingerichtet. 1905–1948

Joachim Mrugowsky war Leiter des Hygiene-Instituts und oberster Hygieniker der Waffen-SS. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Deutsches Reich und Konzentrationslagersystem) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.

Pseudomedizinische ExperimenteWaffen-SSNS-Medizin

Gesicherte Befunde

Stellung in der Verantwortungskette

Seine Verantwortung beruht auf der Leitungsfunktion im medizinischen Apparat der Waffen-SS und auf gerichtlichen Feststellungen zu bestimmten Versuchsprogrammen. (Quelle: Harvard Law School Library, Archiv des Ärzteprozesses, angegebene Überblicks- und Chronologieabschnitte; Quelle: Niedersächsische Bibliographie, Personendatensatz Joachim Mrugowsky)

Zentrale Ereignisse und Mechanismen

Keine Rangliste nach Opferzahlen

Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.

Aufarbeitung nach 1945

Das amerikanische Militärgericht I sprach ihn in den Anklagepunkten zwei, drei und vier schuldig, verhängte die Todesstrafe und ließ sie am 2. Juni 1948 vollstrecken. (Quelle: Harvard Law School Library, Archiv des Ärzteprozesses, angegebene Überblicks- und Chronologieabschnitte; Quelle: Niedersächsische Bibliographie, Personendatensatz Joachim Mrugowsky)

Grenzen der Quellenlage

Ihm wird weder eine gesonderte Opferzahl noch jedes vom medizinischen SS-Personal durchgeführte Experiment zugerechnet. Ohne geklärte Nachnutzungsrechte wurde kein Porträt ausgewählt. (Quelle: Harvard Law School Library, Archiv des Ärzteprozesses, angegebene Überblicks- und Chronologieabschnitte; Quelle: Niedersächsische Bibliographie, Personendatensatz Joachim Mrugowsky)

Quellen

Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.