Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe

Herbert Hagen

in Köln wegen Beihilfe zum Mord an dreiundsiebzigtausend deportierten Juden zu zwölf Jahren verurteilt 1913–1999

Herbert Hagen war Sicherheitsfunktionär mit Verantwortung für die Organisation der Deportationen von Juden aus Frankreich. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (besetztes Frankreich) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.

Deportation von JudenShoahPolizeiterror

Gesicherte Befunde

Stellung in der Verantwortungskette

Die Zahl dreiundsiebzigtausend stammt aus der gerichtlichen Feststellung zur Hilfe bei Deportation und Mord; sie bezeichnet nicht persönlich von Hagen Getötete. (Quelle: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, Prozesshinweis: Angeklagte und Organisation der Deportationen aus Frankreich.; Quelle: Mémorial de la Shoah, Darstellung des Kölner Verfahrens und der Verantwortung für den Holocaust in Frankreich.; Quelle: AKENS, Prozessstudie: Verurteilung wegen Beihilfe zum Mord an dreiundsiebzigtausend Deportierten und zwölfjährige Strafe.)

Zentrale Ereignisse und Mechanismen

Keine Rangliste nach Opferzahlen

Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.

Aufarbeitung nach 1945

Nach einem früheren französischen Abwesenheitsurteil stand Hagen in Köln vor Gericht und erhielt zwölf Jahre wegen Beihilfe zum Mord an dreiundsiebzigtausend Deportierten. (Quelle: AKENS, Prozessstudie: Verurteilung wegen Beihilfe zum Mord an dreiundsiebzigtausend Deportierten und zwölfjährige Strafe.)

Grenzen der Quellenlage

Quellen

Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.