Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe

Heinz Baumkötter

1947 verurteilt; am 19. Februar 1962 in der Bundesrepublik zu acht Jahren verurteilt 1912–2001

Heinz Baumkötter war Erster Lagerarzt im KZ Sachsenhausen. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Sachsenhausen · Deutsches Reich) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.

NS-MedizinPseudomedizinische ExperimenteHinrichtungen

Gesicherte Befunde

Stellung in der Verantwortungskette

Baumkötters Verantwortung beruht auf seiner leitenden medizinischen Funktion und den in den Verfahren festgestellten konkreten Handlungen. (Quelle: JuNSV Foundation, case 529; LG Münster, 19 February 1962, and BGH, 29 March 1963; subject and sentence; Quelle: Federal Agency for Civic Education, section on the Sachsenhausen trial and chief camp doctor Heinz Baumkötter; Quelle: Brandenburg State Main Archive, study on the Sachsenhausen trial, sections on Baumkötter, camp medicine and later proceedings)

Zentrale Ereignisse und Mechanismen

Keine Rangliste nach Opferzahlen

Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.

Aufarbeitung nach 1945

Baumkötter wurde 1947 im sowjetischen Sachsenhausen-Prozess verurteilt. Das Landgericht Münster verhängte am 19. Februar 1962 acht Jahre; der BGH entschied 1963. (Quelle: JuNSV Foundation, case 529; LG Münster, 19 February 1962, and BGH, 29 March 1963; subject and sentence; Quelle: Federal Agency for Civic Education, section on the Sachsenhausen trial and chief camp doctor Heinz Baumkötter; Quelle: Brandenburg State Main Archive, study on the Sachsenhausen trial, sections on Baumkötter, camp medicine and later proceedings)

Grenzen der Quellenlage

Quellen

Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.