Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe

Heinrich Matthes

am 3. September 1965 zu lebenslanger Haft verurteilt; 1978 in Haft gestorben 1902–1978

Heinrich Matthes war Leiter des Vernichtungsbereichs Treblinka II. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Treblinka · besetztes Polen) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.

Aktion ReinhardtGaskammernShoah

Gesicherte Befunde

Stellung in der Verantwortungskette

Matthes’ Verantwortung folgt aus der Leitung des Vernichtungsbereichs und den im Verfahren festgestellten Taten. (Quelle: JuNSV Foundation, LG Düsseldorf, 3 September 1965, judgment 8 I Ks 2/64, pp. 19 ff.; findings on Matthes; Quelle: Institute of National Remembrance, section on Camp II and the personnel of the Treblinka extermination camp; Quelle: Yad Vashem, testimony of Heinrich Matthes; section on the extermination sector and body disposal)

Zentrale Ereignisse und Mechanismen

Keine Rangliste nach Opferzahlen

Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.

Aufarbeitung nach 1945

Das Landgericht Düsseldorf verurteilte Matthes am 3. September 1965 zu lebenslanger Haft. Er starb 1978 in der Justizvollzugsanstalt Bochum. (Quelle: JuNSV Foundation, LG Düsseldorf, 3 September 1965, judgment 8 I Ks 2/64, pp. 19 ff.; findings on Matthes; Quelle: Institute of National Remembrance, section on Camp II and the personnel of the Treblinka extermination camp; Quelle: Yad Vashem, testimony of Heinrich Matthes; section on the extermination sector and body disposal)

Grenzen der Quellenlage

Quellen

Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.