Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe

Gerhard Schiedlausky

zum Tode verurteilt; am 3. Mai 1947 in Hameln hingerichtet 1906–1947

Gerhard Schiedlausky war leitender Lagerarzt, beteiligt an Selektionen und der Auswahl von Häftlingen für Experimente. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Ravensbrück · Deutschland) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.

KonzentrationslagerPseudomedizinische ExperimenteSelektionen

Gesicherte Befunde

Stellung in der Verantwortungskette

Seine Verantwortung wird durch die Leitung des medizinischen Dienstes, Selektionen und die Auswahl von Häftlingen für Experimente individualisiert. Die Operationen werden Gebhardt zugeschrieben, nicht Schiedlausky. (Quelle: Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten / Gedenkstätte Ravensbrück — digitale Ausstellung „A Few Barracks Further“, Abschnitte zu Medizinverbrechen und Strafverfolgung, Absätze über Schiedlausky und den ersten Ravensbrück-Prozess; Quelle: Institut für Nationales Gedenken (Polen) — „Auf den Spuren“, Druckseite 82, biografischer Absatz „Dr Gerhard Schiedlausky (1906–1947)“)

Zentrale Ereignisse und Mechanismen

Keine Rangliste nach Opferzahlen

Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.

Aufarbeitung nach 1945

Das britische Militärgericht verurteilte Schiedlausky im ersten Ravensbrück-Prozess im Februar 1947 zum Tode. Er wurde am 3. Mai 1947 in Hameln hingerichtet. (Quelle: Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten / Gedenkstätte Ravensbrück — digitale Ausstellung „A Few Barracks Further“, Abschnitte zu Medizinverbrechen und Strafverfolgung, Absätze über Schiedlausky und den ersten Ravensbrück-Prozess; Quelle: Institut für Nationales Gedenken (Polen) — „Auf den Spuren“, Druckseite 82, biografischer Absatz „Dr Gerhard Schiedlausky (1906–1947)“; Quelle: Harvard Law School Library, Nuremberg Trials Project — Personennormdatensatz „Gerhard O. Schiedlausky“, Geburts- und Sterbedaten sowie -orte)

Grenzen der Quellenlage

Quellen

Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.