Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe
Gerhard Rose
Gerhard Rose war Luftwaffenarzt und Initiator von Fleckfieber-Impfstoffversuchen an Häftlingen. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Deutsches Reich und KZ Buchenwald) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.
Gesicherte Befunde
- Gerhard Rose wurde am 30. November 1896 in Danzig geboren und starb am 13. Januar 1992 in Obernkirchen. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- 1943 war Rose Vizepräsident des Robert Koch-Instituts, leitete dessen tropenmedizinische Abteilung und beriet als Generalarzt den Chef des Sanitätswesens der Luftwaffe. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- Das Urteil im Ärzteprozess führte seinen Antrag vom 13. Dezember 1943 an, Häftlinge für Fleckfieber-Impfstoffversuche bereitzustellen, und wertete ihn als Täter oder Gehilfen, der Pläne für Versuche ohne Einwilligung anordnete, unterstützte und wissentlich an ihnen teilnahm; das RKI stellt zudem fest, dass er solche Versuche selbst initiierte. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- Das amerikanische Militärtribunal I sprach ihn in den Anklagepunkten II und III schuldig und verurteilte ihn im August 1947 zu lebenslanger Haft. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Stellung in der Verantwortungskette
Das Profil schreibt Gerhard Rose nur die in den angeführten Quellen belegte Rolle und das dort dokumentierte Verhalten zu, ohne ihm sämtliche Verbrechen der mit ihm verbundenen Institutionen oder Einheiten zuzurechnen. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Zentrale Ereignisse und Mechanismen
- Seit Ende 1943 initiierte Rose Forschungen an Häftlingen und setzte sich für eine Beteiligung des Robert Koch-Instituts an Fleckfieber-Impfstoffversuchen ein. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- 1951 wurde die lebenslange Strafe auf 15 Jahre Haft herabgesetzt; Rose kam im Juni 1955 frei. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.
Aufarbeitung nach 1945
Nach seiner Entlassung im Juni 1955 arbeitete Rose wieder als Arzt; er starb 1992 in Obernkirchen. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Grenzen der Quellenlage
Die Verantwortungszuschreibung stützt sich auf die Urteilsfeststellungen und die historische Untersuchung des RKI. Das Profil rechnet Rose weder sämtliche in Buchenwald durchgeführten Versuche zu noch legt es eine individuelle Opferzahl fest. Eine individuelle Opferzahl wird nicht festgelegt; zusätzliche Befehle oder Handlungen werden ohne ausdrücklichen Quellenbeleg nicht zugeschrieben. Ein Porträt mit eindeutig dokumentierten Veröffentlichungsrechten wurde nicht gefunden. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Quellen
Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.