Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe
Ferdinand Schörner
Ferdinand Schörner war Generalfeldmarschall, wegen rechtswidriger Tötung und versuchter Tötungen unterstellter Soldaten verurteilt. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Ostfront · Mitteleuropa) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.
Gesicherte Befunde
- Ferdinand Schörner wurde am 12. Juni 1892 in München geboren und stieg am Kriegsende zu einem der höchsten Wehrmachtbefehlshaber im Rang eines Generalfeldmarschalls auf. (Quelle: Justiz und NS-Verbrechen, LG München I, 15.10.1957, 3 Ks 10/57, Lfd. Nr. 466, s. 359 i nast.; Quelle: Deutsche Biographie, biogram „Schörner, Ferdinand”, życie, dowództwa i postępowanie powojenne)
- Das Landgericht München I prüfte konkrete Fälle einer rechtswidrigen Tötung und versuchter Tötungen unterstellter Soldaten, nicht eine pauschale Verantwortung für seine gesamte Befehlsführung. (Quelle: Justiz und NS-Verbrechen, LG München I, 15.10.1957, 3 Ks 10/57, Lfd. Nr. 466, s. 359 i nast.; Quelle: Deutsche Biographie, biogram „Schörner, Ferdinand”, życie, dowództwa i postępowanie powojenne)
- Am 15. Oktober 1957 sprach das Gericht ihn des Totschlags und zweier versuchter Tötungen schuldig und verhängte vier Jahre und sechs Monate Haft. (Quelle: Justiz und NS-Verbrechen, LG München I, 15.10.1957, 3 Ks 10/57, Lfd. Nr. 466, s. 359 i nast.; Quelle: Deutsche Biographie, biogram „Schörner, Ferdinand”, życie, dowództwa i postępowanie powojenne)
Stellung in der Verantwortungskette
Das Profil beruht auf den im Münchner Urteil individualisierten Taten; der hohe militärische Rang ist Kontext und ersetzt keinen Tatnachweis. (Quelle: Justiz und NS-Verbrechen, LG München I, 15.10.1957, 3 Ks 10/57, Lfd. Nr. 466, s. 359 i nast.; Quelle: Deutsche Biographie, biogram „Schörner, Ferdinand”, życie, dowództwa i postępowanie powojenne)
Zentrale Ereignisse und Mechanismen
- 1944–1945 – Führung von Heeresgruppen an der Ostfront (Quelle: Justiz und NS-Verbrechen, LG München I, 15.10.1957, 3 Ks 10/57, Lfd. Nr. 466, s. 359 i nast.; Quelle: Deutsche Biographie, biogram „Schörner, Ferdinand”, życie, dowództwa i postępowanie powojenne)
- 15. Oktober 1957 – Urteil des Landgerichts München I (Quelle: Justiz und NS-Verbrechen, LG München I, 15.10.1957, 3 Ks 10/57, Lfd. Nr. 466, s. 359 i nast.; Quelle: Deutsche Biographie, biogram „Schörner, Ferdinand”, życie, dowództwa i postępowanie powojenne)
- nach etwa zwei Jahren – Entlassung aus Gesundheitsgründen (Quelle: Justiz und NS-Verbrechen, LG München I, 15.10.1957, 3 Ks 10/57, Lfd. Nr. 466, s. 359 i nast.; Quelle: Deutsche Biographie, biogram „Schörner, Ferdinand”, życie, dowództwa i postępowanie powojenne)
Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.
Aufarbeitung nach 1945
Das Landgericht München I verurteilte Schörner wegen Totschlags und zweier versuchter Tötungen zu vier Jahren und sechs Monaten Haft. Aus Gesundheitsgründen wurde er vorzeitig entlassen. (Quelle: Justiz und NS-Verbrechen, LG München I, 15.10.1957, 3 Ks 10/57, Lfd. Nr. 466, s. 359 i nast.; Quelle: Deutsche Biographie, biogram „Schörner, Ferdinand”, życie, dowództwa i postępowanie powojenne)
Grenzen der Quellenlage
Das Urteil erfasste nicht jede Entscheidung Schörners als Wehrmachtbefehlshaber. Das Profil macht weder Rang noch Ruf zum Beweis weiterer, nicht abgeurteilter Taten. (Quelle: Justiz und NS-Verbrechen, LG München I, 15.10.1957, 3 Ks 10/57, Lfd. Nr. 466, s. 359 i nast.; Quelle: Deutsche Biographie, biogram „Schörner, Ferdinand”, życie, dowództwa i postępowanie powojenne)
Quellen
Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.