Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe

Alexander Piorkowski

zum Tode verurteilt und am 22. Oktober 1948 hingerichtet 1904–1948

Alexander Piorkowski war Kommandant des KZ Dachau von Februar 1940 bis September 1942. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Dachau · Deutschland) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.

KonzentrationslagerLagerterrorPseudomedizinische Experimente

Gesicherte Befunde

Stellung in der Verantwortungskette

Piorkowskis Verantwortung umfasst eigene Kommandantenentscheidungen und die Kontrolle über den Gewaltapparat des Lagers. Das Profil trennt diese Feststellungen von Taten Untergebener, deren persönliche Ausführung ihm nicht in jedem Fall nachgewiesen wurde. (Quelle: German National Library / Martin Gruner dissertation, pp. 112–120, especially pp. 113–114 and 117–120; Quelle: US Army review, Dachau case 000-50-2-23, Review and Recommendations, Case 000-50-2-23, 12 pp.; findings and sentence)

Zentrale Ereignisse und Mechanismen

Keine Rangliste nach Opferzahlen

Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.

Aufarbeitung nach 1945

In einem eigenen Verfahren vor einem US-Militärgericht in Dachau wurde Piorkowski zum Tode verurteilt. Die Überprüfung bestätigte die Strafe; sie wurde am 22. Oktober 1948 vollstreckt. (Quelle: KZ-Gedenkstätte Dachau, Three paragraphs under “Biografie: Alexander Piorkowski”; Quelle: US Army review, Dachau case 000-50-2-23, Review and Recommendations, Case 000-50-2-23, 12 pp.; findings and sentence)

Grenzen der Quellenlage

Befehlsverantwortung bedeutet nicht, jede Strafe oder jedes Experiment persönlich ausgeführt zu haben. Das Profil nennt nur in Prozessakten und Forschung individualisierte Handlungen und Unterlassungen. (Quelle: German National Library / Martin Gruner dissertation, pp. 112–120, especially pp. 113–114 and 117–120; Quelle: US Army review, Dachau case 000-50-2-23, Review and Recommendations, Case 000-50-2-23, 12 pp.; findings and sentence)

Quellen

Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.