Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe
Albert Lütkemeyer
Albert Lütkemeyer war erster Schutzhaftlagerführer im KZ Neuengamme. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Neuengamme und Riese) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.
Gesicherte Befunde
- Albert Lütkemeyer wurde am 17. Juni 1911 in Wellingholzhausen geboren und am 26. Juni 1947 in Hameln hingerichtet. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- In einer Aussage vom 4. November 1946 zur Exekution von 59 sowjetischen Offizieren gab er an, bei dieser Exekution im Oktober 1941 5 von ihnen persönlich erschossen zu haben. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- Ein britisches Militärgericht verurteilte ihn zum Tode; am 26. Juni 1947 wurde er hingerichtet. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Stellung in der Verantwortungskette
Das Profil verbindet seine Leitungsverantwortung mit einer konkret eingeräumten Tat, schreibt ihm aber nicht automatisch alle Verbrechen der Lager zu, in denen er diente. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Zentrale Ereignisse und Mechanismen
- Ab 1942 war er erster Schutzhaftlagerführer in Neuengamme, wo ihm die Quelle die Einführung des Pfahlhängens zuschreibt. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
- Vom 25. Februar bis 7. März 1947 wurde er vor einem britischen Militärgericht angeklagt und zum Tode verurteilt. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.
Aufarbeitung nach 1945
Nach dem Urteil des britischen Militärgerichts wurde er am 26. Juni 1947 in Hameln hingerichtet. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Grenzen der Quellenlage
Die Zahlen 59 und 5 beziehen sich nur auf 1 dokumentierte Exekution und seine eigene Aussage, nicht auf eine Gesamtzahl der Opfer. Ein Porträt mit eindeutig belegten Veröffentlichungsrechten wurde nicht gefunden. (Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg; Quelle: angeführter institutioneller oder gerichtlicher Beleg)
Quellen
Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.