Deutschsprachige quellengebundene Ausgabe

Adolf Winkelmann

schuldig gesprochen; am 1. Februar 1947 vor der Strafverkündung gestorben 1887–1947

Adolf Winkelmann war Lagerarzt in Ravensbrück; Beteiligter an Selektionen weiblicher Häftlinge. Das Profil rekonstruiert Funktion und Handlungsspielraum im dokumentierten Tätigkeitsgebiet (Ravensbrück · Deutschland) anhand des Amtes, von Entscheidungen, Aufsicht oder operativem Handeln. Es schreibt nicht sämtliche Verbrechen einer Institution oder Region einer einzelnen Person zu.

KonzentrationslagerSelektionenLagerterror

Gesicherte Befunde

Stellung in der Verantwortungskette

Winkelmanns belegte Verantwortung betrifft ärztliche Selektionen in der Endphase von Ravensbrück. Sein Eingeständnis bestätigt die Beteiligung; Zahlen aus Zeugenaussagen müssen als solche gekennzeichnet bleiben. (Quelle: Lund University Library — Alvin, PDF p. 2, lines 56–76, testimony of Gustawa Winkowska; Quelle: Technische Universität Berlin / Silke Schäfer dissertation, Printed pp. 153–156, biographical entry and Ravensbrück-trial discussion)

Zentrale Ereignisse und Mechanismen

Keine Rangliste nach Opferzahlen

Der Kreis beschreibt Macht, Funktion und Handlungsmacht. Mehrere Profile können verschiedene Teile derselben Verfolgungskette erfassen; Opferzahlen auf Profilebene dürfen daher nicht addiert werden.

Aufarbeitung nach 1945

Im ersten britischen Ravensbrück-Prozess wurde Winkelmann schuldig gesprochen. Er starb am 1. Februar 1947 in Haft, sodass keine Strafe mehr verhängt wurde. (Quelle: Technische Universität Berlin / Silke Schäfer dissertation, Printed pp. 153–156, biographical entry and Ravensbrück-trial discussion)

Grenzen der Quellenlage

Die Angabe von 4.500 Frauen stammt aus Gustawa Winkowskas Aussage und ist keine gerichtlich festgestellte persönliche Opferzahl. Andere im Werk zitierte Aussagen nennen 1.500–2.000; das Profil lässt diese Abweichung sichtbar. (Quelle: Lund University Library — Alvin, PDF p. 2, lines 56–76, testimony of Gustawa Winkowska; Quelle: Technische Universität Berlin / Silke Schäfer dissertation, Printed pp. 153–156, biographical entry and Ravensbrück-trial discussion)

Quellen

Die Quellengrundlage verbindet institutionelles, archivalisches, prozessbezogenes oder wissenschaftliches Material von mindestens zwei unabhängigen Herausgebern.